Stiftung Landmauer

Gründung: Stiftungsurkunde: 15. Mai 1995

Zweck: Rettung, Erhaltung und Klassierung der Landmauer als nationales Baudenkmal; auch soll das Baudenkmal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden; schliesslich will die Stiftung die historische Forschung bezüglich der Landmauer und der damit in Zusammenhang stehenden Fragen fördern.

Kulturdenkmal: Das Bundesamt für Kultur hat die Landmauer Gamsen am 31. Mai 1999 als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung mit der Geschäftsnummer 325-VS-0106/00 eingestuft.

Sanierung: Am 28.02.1998 war das erste Mauerstück saniert. Das Gesuch wurde für die Sanierungsarbeiten des letzten nördlichen Mauerteils am 08.06 2015 eingereicht.

Mitglieder des Stiftungsrates

Wyder Heli-Norbert
Präsident

Seit 1995 Mitglied im Stiftungsrat
Seit 2004 Präsident des Stiftungsrates

Mathier Marianne
Aktuarin

Seit 2017 Mitglied im Stftungsrat

Providoli Joel
Finanzen
Seit 2019 Mitglied im Stiftungsrat

Studer Kurt
Projekte
Seit 2004 Mitglied im Stiftungsrat

Benelli Annelies
Medien und Ausstellungen

Seit 2013 Mitgied im Stiftungsrat

Hug Martin
Unterhalt und Vermietung
der Suste und Arena

Seit 2016 Mitglied im Stiftungsrat

Dr. Steiner Arnold
Vertreter des Amtes
für Nationalstrassenbau Wallis

Seit 2010 Mitglied im Stiftungsrat

Weilenmann Urs
Vertreter der Zunft zur Letzi Zürich

Seit 2013 Mitglied im Stiftungsrat

Studer Daniel
Vertreter der Stadtgemeinde Brig-Glis
Seit 2020 Mitglied im Stiftungsrat

Roten Alain
Vertreter der Burgerschaft Brig-Glis

Seit 2020 Mitglied im Stiftungsrat

Stiftungsmitglieder der Landmauer Gamsen

Alpiger Klaus  –  Ing. Beratung
Bucher Renaud Dr.  –  Kant. Denkmalpflege
Högl Lukas Dr.  –  Eidg. Denkmalpflege
Studer Bernhard  –  Homepage
Werner Reinhard  –  Übersetzungen


Ehrenmitglieder

Forster Ernst
Steffen Hans Dr.
Studer Bernhard
Theler Erika


Ehrenmitglieder in memoriam

Amherd Peter
Heldner Paul
Perrig Werner Dr.
Widmer Sigmund Dr.

Ehemalige Mitglieder des Stiftungsrates

Amherd Franz-Josef – Burgerschaft – 2010 bis 2017
Amherd Peter  –  Pro Historia  –  1995 bis 1999
Amherd Viola – Gemeinde – 1995 bis 2000
Benelli Franz – Medien – 2004 bis 2013
Blatter Anselmo – Burgerschaft – 1995 bis 2004
Forster Ernst – Zunft zur Letzi – 1995 bis 2010
Gerold Philipp – Burgerschaft – 2017 bis 2020
Guntern Richard – Burgerschaft – 2005 bis 2008
Heldner Paul – Geschichte – 1995 bis 2016
Heberlein Jürg – Zunft zur Letzi – 2010 bis 2010
Imhof Hans – Architektur – 1995 bis 1999
Kronig Laura – Gemeinde Brig-Glis – 2018 bis 2020
Knöpfli Markus – Zunft zur Letzi – 2010 bis 2013
Providoli Sophie – Kunsthistorikerin – 2013 bis 2018
Schmidhalter Karl – Gemeinde – 2010 bis 2018
Schmithalter Martin – Archäologie – 1995 bis 2009
Steffen Hans Dr. – Geschichte – 2008 bis 2013
Theler Erika – Aktuarin – 1995 bis 2017
Waeber-Kalbermatten Esther – Gemeinde – 2000 bis 2009
Widmer Sigmund Dr. – Präsident – 1995 bis 2003
Zenklusen Urs – Finanzen – 2002 bis 2019

Eine Gedenktafel
für alt Stadtpräsident Sigmund Widmer im Wallis – 27. Oktober 2005

Der 2003 verstorbene frühere Zürcher Stadtpräsident und Wahlwalliser Sigmund Widmer wird mit einer Bronzetafel an einer aufwendig restaurierten historischen Wehrmauer bei Gamsen westlich von Brig-Glis geehrt. Die bis zu sechs Meter hohe und zwei Meter breite Talsperre war im 14. Jahrhundert in Fronarbeit von den oberen drei Zenden des Oberwallis zur Abwehr von savoyardischen Angriffen auf einer Länge von 850 Metern zwischen dem Glishorn und der Rhone erstellt worden.

Rund 600 Meter des Wehrwalls wurden in den vergangenen Jahren mit Kosten von rund 750 000 Franken restauriert. Auf eine eigentliche Rekonstruktion hat man bewusst verzichtet, da weite Teile der Mauer noch standen und sie als einzige ihrer Art in der Schweiz noch recht gut erhalten war. Die ursprünglichen Dimensionen des Bauwerkes mit Zinnen und Wehrtürmen lassen sich dank den nun gesicherten Mauerresten erahnen.

Das Verdienst von Sigmund Widmer bestand darin, dass er sich 1993 an die Spitze einer breit abgestützten Stiftung zur Erhaltung dieser historischen «Letzi» stellte. Der Historiker und Politiker überzeugte die kantonalen und eidgenössischen Instanzen von der nationalen Bedeutung und damit von der Schutzwürdigkeit des Bauwerkes. Sodann sorgte er dafür, dass aus verschiedenen Quellen Gönnerbeiträge flossen. Die Leistung von Sigmund Widmer kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Es habe viele Knoten zu lösen und Hürden zu überspringen gegeben, erklärte Stiftungsratspräsident Heli Wyder im Vorfeld der Einweihungsfeier vom heutigen Donnerstag. Dem Verhandlungsgeschick, dem Willen und der Durchschlagskraft Widmers sei es zu verdanken, dass dieser Zeuge einer entschwundenen Epoche der Nachwelt erhalten bleibe.

Die Bronzetafel in Gamsen trägt die Inschrift: «Dr. Sigmund Widmer (1919-2003) dem Retter der Landmauer in Dankbarkeit». Die Landmauer wird für die Besucher über einen Kultur- und Naturweg erschlossen. Hinweistafeln verweisen auf die historische Bedeutung und erläutern bautechnische Besonderheiten.