21.09.2012 - Vernissage Ausstellung

Die Ausstellung Waldmatte zeigt im Schulhaus Gamsen und in der neu eröffneten Suste bei der Landmauer, wie die Menschen vor über 1500 Jahren lebten.

Die Ausgrabungsstätte in Gamsen ist eine der bedeutendsten im Alpenraum und wird an nationalen wie internationalen Archäologiekongressen thematisiert. Zwölf Jahre dauerten die Ausgrabungsarbeiten unzähliger Spezialisten aus dem In- und Ausland. Auf knapp 30 Millionen Franken beziffert Kantonsarchäologe Francois Wiblé die Kosten. Jetzt können sich die Gamsner anschauen, wie die Menschen früher in ihrem Dorf gelebt haben.

Leben in der Stein- und Eisenzeit
Der Schwerpunkt der Ausstellung, die von der Archäologin Patricia Meyer zusammengestellt wurde, ist das Leben in einer Siedlung während der Stein- und Eisenzeit. Neben farbigen und informativen Postern zeigt die Ausstellung eine Auswahl höchst relevanter Fundstücke, wie etwa Fragmente eines Käsesiebs oder Spinnwirtel sowie eine Reihe faszinierender Schmuckstücke.

Weinbau im Wallis vor der Römerzeit
Bislang glaubte man, dass die Römer den Weinbau ins Wallis gebracht haben. Die Funde in Gamsen haben diese Meinung jedoch revidiert. Die Forschung ist mittlerweile davon überzeugt, dass Weinbau im Wallis schon vor Ankunft der Römer betrieben worden ist.

Experimentelle Archäologie
Ein relativ neuer Forschungszweig ist die experimentelle Archäologie. Sie widmet sich vor allem der Erforschung technologischer Fragestellungen und untersucht praxisbezogene Aspekte antiker Lebensweisen. Im Rahmen der Waldmatte wird das Bronzegiessen demonstriert und gezeigt, wie Keramik hergestellt wird. Die Ausstellung Waldmatte bleibt noch bis am 5. Oktober geöffnet.

Quelle: rz-online, Frank O. Salzgeber, historyman

 

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