Buchvernissage - Samstag, 09. September 2017 um 16.00 Uhr

Vernissage Nicolas Eyer

(rro) Am Samstag erzählte Nicolas Eyer in Gamsen aus seinem japanischen Erzählband Kamikochi.

In der 'Suste' der Landmauer Gamsen stellte Nicolas Eyer am Samstag vor einem begeisterten Publikum seinen neuen Erzählband Kamikochi vor. Die Geschichte aus Japan ist in der Ostschweizer Edition Signathur erschienen und steht in der Tradition der literarischen Epoche der Romantik. Sie nährt sich aber auch aus dem Japonismus, dem Einfluss der japanischen Kunst auf die Künstler der westlichen Welt. Die Erzählung Kamikochi spielt im gleichnamigen Bergtal in den Japanischen Alpen. Nicolas Eyer, nach eigenen Worten selber "ein Sohn der Berge", sieht darin durchaus Parallelen zum Wallis. Wer sich jedoch in die Erzählung vertieft, dem eröffnen sich Mythen und Kultur der so ganz anderen japanischen Welt. Als Repräsentantin der japanischen Kultur begegnet uns die schöne und mysteriöse Yuki. Sie fasziniert und lässt Realität und Imagination verschmelzen. Die Japanerin, mit dem Schweizer Fritz Kägi verheiratet, zieht im Verlauf der Geschichte den Schweizer Touristen Reiser in ihren Bann, womit eine dramatische Liebesgeschichte ihren Anfang nimmt. Als dann noch ein Herr Nakamura auftaucht, der behauptet, ein Fabelwesen namens Kappa gesehen zu haben, beginnen sich in der Erzählung Realität und Fiktion zu mischen. An der Vernissage hielt der Verleger Bruno Oetterli die Laudatio auf den jungen Autor Nicolas Eyer, dem er viel Authentizität bescheinigte. "Man muss im Lande gewesen sein, um Figuren wie jene der mysteriösen Yuki oder des sagenhaften Herrn Nakamura entwerfen zu können", kommentierte Oetterli. Einen kurzen Auftritt an der Vernissage hatte auch Nicolas Eyers Japanisch-Lehrerin, Frau Känel. Sie habe versucht, das tragische Ende der Geschichte etwas abzumildern, gestand sie. Die Vernissage-Gäste warteten dann gespannt auf die Kurzlesung aus Kamikochi von Autor Nicolas Eyer. Ruhig, besonnen, mit schöner Diktion und präzis gesetzten Worten begeisterte er das Publikum./sk

Website von Nicolas Eyer